Kunst-Versteigerung Ein „echter Udo“ für den guten Zweck

von Super User

Schmitzhöhe - „Ich mag den Kerl einfach“, erklärt Wolfgang Bröder, warum er ausgerechnet ein Bild von Udo Lindenberg gemalt hat. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass der 63-Jährige aus Schmitzhöhe gerne Musiker malt, an einer anderen Wand hängt ein Bild von Jimmy Hendrix. Das Lindenberg-Porträt ist aber etwas anderes, denn Bröder will es für den guten Zweck versteigern. Und damit richtig viel Geld gezahlt wird, hat Bröder es geschafft, das Kunstwerk signieren zu lassen.

Markenziechen ist ein wilder Hintergrund

Gemalt hat Bröder schon immer gern, richtig angefangen hat er vor zwei Jahren. "Ich arbeite in Norddeutschland und habe mir dort ein eigenes Atelier eingerichtet", sagt Bröder. In Schmitzhöhe ist er nur an den Wochenenden - und damit ihm nicht langweilig wird, schwingt er morgens vor und abends nach der Arbeit den Pinsel. Der darf auch bei Auftragsarbeiten nicht fehlen, sagt Bröder. An seinen Werken hängt er so sehr, das er sie am liebsten gar nicht verkaufen würde. Ehefrau Irmgard meint, es wäre aber an der Zeit - den langsam gehen ihnen in ihrem Haus die freien Wände aus. Da kam Bröder auf die Idee, ein Bild für den guten Zweck zu versteigern. "Wir spenden jedes Jahr zu Weihnachten etwas. Diesmal habe ich gesagt: Ich male etwas", sagt der 63-Jährige.

Rund 20 Stunden hat es gedauert, bis Udo Lindenberg auf der Leinwand gebannt war. Dann ging es darum, das Autogramm zu besorgen. "Es ist gar nicht einfach, an ihn ran zu kommen. Ich bin über seine Lebensgefährtin Tine Acke gegangen - und das war anscheinend der richtige Weg", sagt Bröder. Acke erklärte, Udo sei gerade in Berlin, ein Treffen derzeit nicht möglich. Aber zum Glück kehrte der Musiker regelmäßig in das Hotel Atlantic in Hamburg zurück. Dort hat sich Lindenberg vor vielen Jahren niedergelassen. Dort könne Bröder das Bild zur Unterschrift abgeben. "Das hieß, das ich zweimal nach Hamburg fahren musste, das war natürlich stressig, aber das macht man dann natürlich auch", sagt Bröder.

Lindenberg unterschrieb, seine Lebensgefährtin blieb mit Bröder in Kontakt. "Das hat mich sehr gefreut. Sie und Udo wollen wissen, wie viel das Bild bei der Versteigerung einbringt und wohin es gespendet wird. Das ist ja nicht selbstverständlich, dass die beiden so viel Interesse zeigen", sagt der Künstler aus Schmitzhöhe. Auch ein Bild für Lindenberg soll der 63-Jährige nun malen, im Frühjahr wird er, wenn alles gut geht, Lindenberg persönlich treffen. Bis dahin wird aber erst einmal das Bild versteigert. Radio Berg hat sich bereiterklärt, die Versteigerung zu organisieren. Der Erlös wird wahrscheinlich an die Aktion Lichtblicke gehen, die in Not geratene Kinder, Jugendliche und Familien aus Nordhrein-Westfalen unterstützt. Weitere Details wird Bröder in dieser Woche mit dem Radionsender klären.